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Wie kann man Videos DSGVO konform einbetten?

Eine Folge des EUGH Urteils vom Juli 2020

06.01.2021

Wie jeder weiß, sind Bilder und Videos eine tolle Sache um Texte und Webseiten interessanter und unterhaltsamer zu gestalten.

Doch dann kam das neue Urteil! Genaueres dazu findest du in unserem Blogartikel "Neues Urteil zum Datenschutz".

Und nun ist es leider nicht mehr so einfach. Den Einbettungs-Code von YouTube zu kopieren und im Artikel oder Quelltext einzufügen war einmal.

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Martin Weidenberg
aus Dresden


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Warum darf ich Videos nicht mehr wie gewohnt einbetten?

Der Grund liegt wie oben bereits angedeutet in den neuen DSGVO Regelungen. Denn durch das Einbetten von Videos stellt man diverse Verbindungen zu den Google-Servern her. Diese sind oftmals nicht in der EU. Doch die bedingungslose Weitergabe von Daten an Dienstleistern außerhalb der EU ist nicht mehr gestattet.

Durch die erwähnten Verbindungen zu Google-Servern ist es Google möglich Cookies auf den Browsern deiner Kunden bzw. Leser zu platzieren. Diese senden dann Informationen über die Kunden bzw. Leser an YouTube und Googles Werbedienste, wie z.B. DoubleClick.

Oftmals geschieht dies bereits bevor deine Nutzer überhaupt auf das entsprechende Video geklickt haben!

Doch nun die gute Nachrichten: Es gibt verschiedene Möglichkeiten um YouTube datensparsamer einzubetten.

Variante 1: Einbetten mit erweitertem Datenschutzmodus

Tatsächlich bietet YouTube von sich aus bereits die Möglichkeit einen Einbettungs-Code zu generieren, der keine Cookies setzt.

Dafür gehst du unter Video teilen -> einbetten und scrollst dann nach unten und setzt ein Häkchen bei erweiterten Datenschutzmodus aktivieren

Bsp.: <iframe src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/FByHeSO4-ic?autohide=1&amp;controls=1&amp;enablejsapi=1&amp;origin=https%3A%2F%2F" allowfullscreen width="480" height="270" class="video-embed-item" allow=„fullscreen“></iframe>

Wie man an dem Code erkennen kann, wird das Video nicht direkt von der Domain youtube.com geladen, sondern von youtube-nocookie.com

So weit so gut.

Jetzt könntest du dich auf die Suche begeben und alle eingebetteten Codes händisch ersetzen. Diese „nocookie-Codes“ stellen aber noch immer diverse Verbindungen zu Google-Servern her.

Und das wieder, bevor der Nutzer überhaupt das Video angeklickt hat.

Zwar hat das hier verwendete Cookie weniger Informationen und es werden keine Nutzerdaten mehr an den Google-Werbedienst Doubleclick gesendet, aber „nocookie“ bedeutet hier eben nicht gleich NOcookie!

Variante 2: Die Verwendung von Plugins

Wordpress Plugin

Dies ist keine vollständige Liste. Ich habe mich nach längerer Recherche für diese beiden Plugins entschieden, da sie mir am verständlichsten und umfangreichsten erschienen. Dabei handelt es sich aber ausdrücklich und ausschließlich um meine persönliche Präferenz.

Wordpress: Borlabs Cookie

Dieses Plugin bietet eine Vielzahl von nützlichen Funktionen. Eine davon ist, das Nachladen von YouTube Videos.

Das Schöne daran ist, dass das Vorschaubild auf deinem eigenen Server zwischengespeichert wird. Somit wird keine Verbindung zu YouTube aufgebaut, bevor dein Nutzer darauf klickt.

Weitere Vorteile von Borlabs Cookies sind:

  • Es funktioniert auch bei Vimeo-Videos und weiteren beliebigen Inhalten, die per iframe geladen werden können.
  • Es funktioniert auch ohne API-Key von YouTube
  • Das Plugin bietet deutschen Support und wird regelmäßig aktualisiert
  • Deine Nutzer bzw. Leser können ihre Zustimmung für alle externen Medien auf einmal geben bei der Anzeige des Cookie-Banners

Typo3 Plugin

Typo3: aip_cookie_law

Dieses Plugin ist ein Cookie Law Manager. Derzeit lassen sich Cookies verwalten, die von Facebook, Flickr, GoogleMaps, Prezi, SlideShare, Twitter, Vimeo oder Youtube generiert wurden.

Wenn ein Nutzer beim Aufrufen deiner Seite im Cookie-Banner die Verwendung von Cookies ablehnt, dann deaktiviert das Plugin automatisch alle Inhalte auf deiner Seite, die diese Cookies verwenden würden. Will ein Nutzer dennoch die Videos sehen, dann muss er oder sie manuell bei jedem Inhalt einzeln noch einmal explizit zustimmen. Dann kann der Inhalt doch noch geladen werden.

Variante 3: Setze einen Link zu YouTube

Die wohl einfachste Lösung für ein Video ist, einen direkten Link zum Video auf deiner Website zu hinterlegen. www.youtube.com Auch wenn dies aus datenschutzrechtlicher Sicht die wohl sicherste Variante ist, hat sie auch einen riesigen Nachteil. Deine Besucher verlassen deine Website und es gibt keine Garantie, dass sie zurückkommen.

Achtung: Dieser Blogbeitrag ist keine Rechtsberatung! Im Rahmen meiner Arbeit als Blogger und WordPress-Dienstleister habe ich mich zwar intensiv mit den geltenden Datenschutzbestimmungen und der DSGVO beschäftigt, ich bin jedoch weder Jurist noch Datenschutz-Experte. Dementsprechend kann ich für die Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der von mir bereitgestellten Inhalte keine Haftung übernehmen.

Weitere Unterstützung zum Thema DSGVO und sicheren Umgang mit Medien erhalten Sie von unserer Internetagentur in Dresden

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Manuela Kotte aus Dresden

0351 892193-64 

Autor: Sarah Turner | Letzte Änderung: 20.01.2021

Bildquelle: Adobe Stock (von metamorworks)

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