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Wie erstelle ich einen Webshop?

19.02.2021

Die Geschäfte sind endlich wieder offen und doch bleiben viele Fragen zurück? Kommen meine Kunden wieder zurück und wenn ja wie schnell? Bin ich mit meinem Geschäft auf einen weiteren Lockdown vorbereitet? Wie bin ich langfristig aufgestellt mit meinem Laden? Bin ich flexibel genug für eine mögliche Krise?

Diese Fragen und Sorgen treiben nicht nur Sie, sondern auch uns um.

In den Medien wird viel geworben für Verkaufsseiten, wie Ebay. Kurzfristig gesehen sind diese sicher eine gute Lösung, doch langfristig gesehen sind sie zu teuer und sie geben viel zu viel Ihres Gewinns ab. Daher sollten Sie sich mit dem Gedanken befassen einen eigenen Web-Shop zu eröffnen. Denn unabhängig von der aktuellen Situation ist der E-Commerce Bereich ein sehr wachstumsstarker Markt.

Wie und wann soll ich das denn neben meinem Tagesgeschäft bewerkstelligen, fragen Sie sich jetzt? Zum Glück gibt es Profis, die dies für sie übernehmen können oder sie verwenden ein Baukastensystem. Davon gibt es zahlreiche im Netz. Im nachfolgenden Artikel möchte ich Ihnen die unterschiedlichen Möglichkeiten aufzeigen, Vor- und Nachteile benennen und auf Risiken hinweisen.

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Martin Weidenberg
aus Dresden


0351 892193-63

Web-Shop Baukastensysteme

Davon gibt es zahlreiche Anbieter. Zu den bekanntesten zählen 1&1, Strato und Jimdo. Je nach Funktionsumfang betragen die monatlichen Kosten zwischen 10€ bis ca. 70€. Nach der Anmeldung bei einem der vielen Anbieter legen Sie Design, Zahlungsarten und Versandmethoden fest. Anschließend laden Sie Ihre Produktfotos hoch, legen Preise fest und hinterlegen Produktbeschreibungen und dann kann es auch schon los gehen.

 

Vorteile

  • Keine Programmierkenntnisse notwendig
  • Schnelle und einfache Einrichtung
  • Relativ kostengünstig

Nachteile

  • Anzahl der Zahlungsarten oft stark begrenzt
  • Große Produktanzahl und -vielfalt wird schnell unübersichtlich
  • Such- und Filterfunktionen bieten oftmals minderwertige Ergebnisse
  • Personalisierte Design- und Funktionsanpassungen sind nicht möglich
  • Rechtliche Bedingungen werden nicht immer voll erfüllt, dass kann zu Abmahnungen führen, da die Shop-Betreiber als eigenverantwortliche juristische Person handeln
  • Sie heben sich nur bedingt von Ihrer Konkurrenz ab, vor allem wenn diese ebenfalls auf ein Baukastensystem zurückgreift
  • Z.T. schalten die Anbieter Werbung in Ihrem Web-Shop, um so die geringen monatlichen Kosten für Sie als Web-Shop-Betreiber anbieten zu können

Für wen sind diese Baukastensysteme denn dann geeignet?

Vor allem Gründer, die nur über ein geringes Budget verfügen. Privatleute, die DIY Dinge anbieten möchten oder Firmen mit einer geringer Produktanzahl.

Web-Shop erstellen mittels Shop-Software

Zwar sind die Startkosten höher aber dafür bietet es viele Vorteile. So können Sie ihr Design völlig frei gestalten. Viele Softwareprodukte bieten eine große Auswahl an Zahlungsarten an. Fast alle Funktionen sind individuell anpassbar. Dennoch gibt es auch hier einige Dinge zu beachten.

1. Wählen Sie ein passendes Shop-System aus

Hierfür sollten Sie sich einen Anforderungskatalog erstellen. Welche Kriterien benötigen Sie: Zahlungsarten, Schnittstellen mit bereits vorhandener Software für Warenwirtschaft, Such - und Filterfunktionen und die mögliche Anbindung an Suchmaschinen, SocialMedia-Kanälen und andere Marketingportale. Anschließend vergleichen Sie Ihren Katalog mit den Anbietern hinsichtlich Preis-Leistung. Dabei gibt es auch hier unterschiedliche Geschäftsmodelle von einmalig hohen Fixkosten oder geringen Fixkosten aber dafür monatliche Wartungsgebühren etc.

2. Zahlungsanbieter heraussuchen und anmelden

Je nach Zahlungsanbieter werden Ihnen verschiedene Zahlungsarten zur Verfügung gestellt. In Deutschland zählen Kauf auf Rechnung, Kreditkarte, Paypal, Lastschrift und Vorkasse zu den wichtigsten Zahlungsarten. Nette Info aber mir egal denken Sie? Einer Studie des Zahlungsanbieters Sage Pay zufolge brechen über 70% der Käufer Ihren Einkauf ab, wenn ihre bevorzugte Zahlungsart nicht verfügbar ist.

Stellen Sie aber unbedingt sicher, dass Ihre gewünschte Shop-Software auch eine Schnittstelle zu Ihrem gewünschten Zahlungsanbieter zur Verfügung stellt.

Auch die Zahlungsanbieter verlangen Geld für ihre Dienstleistung. Dabei fallen die Konditionen zum Teil sehr unterschiedlich aus. Möglich sind monatliche oder jährliche Fixkosten oder aber Kosten bei jeder einzelnen Transaktion.

3. Installieren und einrichten Ihres Online-Shops

Sie haben sich für einen Anbieter entschieden und einen Webspace gemietet (mehr Informationen darüber finden Sie hier) dann können Sie die Software installieren und los gehts. Nun müssen jede Menge Einstellungen vorgenommen werden. Hilfe hierzu finden Sie in der Anleitung oder entsprechenden Foren etc.

  • Auswahl des Designs und Darstellungsoptionen (responsives Design)
  • Festlegung der Zugangsdaten für Ihre Zahlungsanbieter
  • Verschlüsselung Ihres Web-Shops, da Sie mit sensiblen Kundendaten arbeiten!!!
  • Festlegung der verfügbaren Versandmethoden und Lieferzeiten
  • Wichtig!: Impressum, AGB und Datenschutzerklärung andernfalls drohen Abmahnung und hohe Strafzahlungen
  • Festlegung von Kategorien und ihre Hierarchien für Such- und Filterfunktionen
  • Produkte einfügen mit einem qualitativ hochwertigem Produktfoto, einer aussagekräftigen Beschreibung, einem passenden Produktnamen (bitte Markenrechte beachten!) und natürlich einem Branchen angemessenem Preis

 

Zum Thema rechtliches finden Sie im Artikel Was muss ich rechtlich beachten beim Erstellen einer Homepage? weiterführende Informationen.

4. Online-Marketing

Ihr Web-Shop ist eingerichtet und er gefällt Ihnen auch wirklich sehr und Sie haben auch alle rechtlichen Stolperfallen beachtet, dann sage ich herzlichen Glückwunsch, Sie haben den halben Weg bereits geschafft. Wieso den halben Weg? Was nützt Ihnen der schönste Web-Shop der Welt, wenn Sie keine Kunden haben, die ihn besuchen.

Daher sollten Sie nun entsprechende Marketingmaßnahmen ergreifen. Zu den wichtigsten zählt sicher das Suchmaschinen-Marketing und der damit verbundenen Suchmaschinen-Optimierung (SEO), damit Ihr Web-Shop möglichst weit oben in den Suchergebnissen erscheint und somit auch mehr Kunden Sie finden und erreichen können. Weiter Maßnahmen sind Social Media Marketing, Newsletter, Vertriebsmarketing (z.B. Affiliate Marketing).

Für wen ist die Web-Shop-Software geeignet?

Für alle die den Handel als hauptberufliche Tätigkeit ausüben. Für Sie lohnen sich die höheren Anfangskosten einer professionellen Software langfristig gesehen. Ab einem jährlichen Umsatz > 30.000€ lohnt sich die Anschaffung einer entsprechenden Software.

Vorteile

  • Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten
  • Hohe Flexibilität bei Zahlungs- und Versandarten
  • Gute Einbindung in Warenwirtschaftssysteme
  • Individuell angepasste Such- und Filterfunktionen
  • Personalisierung führt zu hoher Abgrenzung von der Konkurrenz
  • Einhaltung aller rechtlicher Bedingungen

Nachteile

  • Gewisses technisches Know-how vorausgesetzt
  • Rechtliche Bedingungen müssen selbst eingehalten und erarbeitet werden (Impressum, AGB, Datenschutzerklärung)
  • Hohe Startkosten, ggf. hohe Transaktionskosten
  • Verträge mit mehreren Anbietern nötig (Webspace, Shop-Software, Zahlungsanbieter, ggf. Anwalt und Texter)

Die Erstellung eines Web-Shops über eine Agentur

Sollten Sie nicht über das nötige technische Know-how verfügen, um mittels einer Software den Web-Shop selbst erstellen zu können, und Sie auch kein Baukastensystem verwenden möchten, dann können Sie auf eine Agentur zurückgreifen.

Wie groß der Umfang der gewünschten Leistung ist, entscheiden Sie. Möglich ist so ziemlich alles. In der Regel beginnt es mit einer Beratung, in der Sie Ihre Wünsche und Ihr Unternehmen vorstellen. Auch hier ist ein Anforderungskatalog hilfreich für die Agentur. Die Agentur wird Ihnen dann Vorschläge für ein entsprechendes Web-Shop-System vorlegen. Gemeinsam gestalten Sie dann den Web-Shop, hier entscheiden Sie, ob Sie nur das „Gerüst“ haben möchten und Produktbilder, Beschreibungen etc. Selbst machen möchten oder aber alles vom Profi „Schlüsselfertig“ übergeben haben möchten. Dies entscheidet nicht zuletzt über den Preis für einen Web-Shop. Los geht es bei einem mittleren dreistelligen Betrag.

Wichtig ist hier vor allem, dass Sie im Vertrag festhalten, wer bei eventuellen rechtlichen Problemen haftet. Denn Sie wollen sicher nicht die Kosten für eine Abmahnung übernehmen, wenn Sie die AGB, Impressum und Datenschutzerklärung nicht selbst gestaltet haben. Außerdem sollten Sie sich gut über die verwendete Verschlüsselung und Hosting-Varianten aufklären lassen.

Vorteile

  • Kein Know-how notwendig, wenn Sie eine Full-Service Variante wählen
  • Übernahme der rechtlichen Komponenten
  • Wartungsmaßnahmen werden übernommen, z.B. notwendige Updates und Fehlerbehebung (bei entsprechendem Abschluss eines Wartungsvertrags)
  • Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten
  • Alles flexibel und nach Ihren Wünschen anpassbar
  • Ein Vertragspartner, der sich um alles weitere kümmert (Webspace, Software, Zahlungsanbieter, etc.)
  • Mehr Zeit für Sie, für Ihr Kerngeschäft, da von Agentur Erstellung Web-Shop übernommen wird

Nachteile

  • Investitionsaufkommen

Fazit

Alle Varianten bieten Ihnen gewisse Vor- und Nachteile. Welche dieser vorgestellten Möglichkeiten am besten zu Ihnen und Ihrem Unternehmen passt hängt nicht zuletzt von Ihrem Budget und Ihrem Zeitkonto ab. Unsere Übersicht soll Ihnen einen hilfreichen Beitrag leisten bei Ihrer Entscheidungsfindung.

Weitere Unterstützung zum Thema Webshop-Erstellung erhalten Sie von unserer Webdesign Agentur in Dresden

Erstellen oder optimieren Sie Ihren Webshop oder Internetauftritt mit unserer Webdesign Agentur.

Manuela Kotte aus Dresden

0351 892193-64 

Autor: Sarah Turner | Letzte Änderung: 12.04.2021

Bildquelle: Adobe Stock (von denisismagilov)

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